PROFIL

 

Beat-Etage

&

Nathan Berg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Beat-Etage ist eine Privatschule für westafrikanisches Trommeln (hauptsächlich Guinea-Stil) in Berlin (Alt-Treptow).

Sie ist im Sommer 2009 von dem erfahrenen Percussionisten, langjährigen Trommellehrer Nathan Berg, gegründet worden, der in Alt-Treptow sowohl wöchentlich laufende Abendkurse, als auch Eltern-Kinder-Termine und Wochenend-Workshops für das Spiel auf Djembes, Basstrommeln und Krins anbietet.

Darüber hinaus werden professionelle Auftritte und Projekte für Kinder an Schulen und Kindergärten angeboten.

 

"Rhythmischer Werdegang" von Nathan Berg

Kurzprofil

  • 1979 geb. in Minden
  • ab 1999 Malinke-Percussionausbildung bei versch. Lehrern
  • 2000/01 Ausbildung in trad. kuban. Percussion auf Kuba
  • ab 2004 Proben und Rhythmusunterricht in Trier
  • 2006/07 Ausbildung zum psycho-sozialen Coach
  • 2008 Auftritte mit der Gruppe DeruBey
  • 2009 Abschluss des Psychologie-Studiums (Diplom)
  • 2009 Rhythmusstudien-/Inspirationsaufenthalt in Guinea
  • 2009 Umzug und Gründung der Beat-Etage in Berlin
  • 2009 Anstellung in der ambulanten Jugendhilfe in Berlin
  • 2009/2010 Rythmustrainings mit der Bigband Güstrow
  • ab 2010 professionelle Auftritte mit der Band SésséPercussion in Kooperation mit Tänzern
  • ab 2010 Durchführung interaktiver Trommelevents mit Drum Cafe Deutschland

 

Ausführliches Profil

Schon in den ersten Lebensjahren sprang Nathan Berg zu den Schlagzeug-Beats seines Vaters im Wohnzimmer umher und machte die ersten Rhythmus-Erfahrungen am väterlichen Schlagzeug. In der 6. Klasse knüpfte er über eine Schlagzeug-AG in der Schule die ersten Kontakte mit Schulbands, entwickelte bei den vorwiegend rockigen Musikstilen der jungen Bands aber wenig Leidenschaft. Ab 1994 begeisterte er sich besonders für die expressive Art von HipHop, bzw. das, was in den 90er Jahren unter HipHop verstanden wurde. "Mein gesamter Freundeskreis beschäftigte sich zu dieser Zeit mit der HipHop-Kultur: Man übte Breakdance-Moves, feilte an Rap-Parts herum, besprühte die grauen Wände mit bunten Buchstaben, produzierte Beats mit dem Computer und dem Mund (Beatbox) und studierte die neuesten Platten und Graffitis aus New York, der Geburtstadt der HipHop-Bewegung. Auf regelmäßigen sogenannten Jams entlud sich dann die ganze expressive Energie, indem jeder seine neuesten Fertigkeiten präsentierte. Mich faszinierte auf solchen temperamentvollen Partys besonders die Mischung aus Rhythmus und expressivem Tanz. Meine Faszination für Beakdance, Streetdance, Krumping etc. und den Ablauf dieser Tänze ist bis heute erhalten geblieben: Sobald die Beats aus den Boxen dringen, erarbeiten sich die Tänzer durch ihre kraftvoll improvisierten und exakten Bewegungen einen Kreis in der Menge. Ist ein Tänzer mit seiner Einlage fertig, springt der nächste in den Kreis und bringt seine Kraft und Kreativität körperlich zum Ausdruck – ein wahres Spektakel von Bewegung, Lebensfreude und Energie. Schaut man sich den Ablauf und die Bewegungen vor allem westafrikanischer Tänze an, merkt man, wo die Wurzeln dieser Tänze und Rhythmen zu finden sind." Nathan Berg beschäftigte sich zu dieser Zeit das erste Mal bewusst mit der Struktur von Rhythmen. Seine Freunde bastelten tagtäglich mit Hilfe ihrer Computer an elektronischen Beats und er verfolgte gebannt, wie man am Bildschirm durch die Kombination einzelner Töne und verschiedener Spuren, groovende Beats produzieren kann.

Mit 19 Jahren machte Nathan Berg im Sommer nach seinem Abitur einen ersten Trommel-Workshop für Rhythmen der Malinké-Ethie aus Westafrika unter der Leitung von Benno Klandt mit: "Obwohl ich es aus Schulbands kannte, mit einer Gruppe Musik zu machen, faszinierte mich der Groove ganz besonders, der bei dem Spielen der Rhythmen aus der Region Guineas auf Djembes, Basstrommeln und Glocken mit der Workshop-Gruppe zustande kam." Es handelt sich hier um Polyrhythmen, die sich aus verschiedenen Trommel- und Glockenstimmen (Pattern) zusammensetzen, so dass jeder Spieler ein anderes Pattern schlägt und erst der eigentliche Rhythmus ensteht, wenn alle diese verschiedenen Pattern zusammengefügt werden. "Ich war so fasziniert davon, wie viel Spaß es macht, mit dem Zusammfügen von relativ einfachen handgespielten Pattern in einer Gruppe reinen Rhythmus zu erzeugen, dass ich mir wenige Tage nach dem Workshop meine erste Percussion-CDs und eine Djembe kaufte, um die Rhythmen zu studieren. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass mir die meisten reinen Percussionbeats damals wie eine große zähe Masse ohne Struktur vorkamen, bis ich mein Gehör immer mehr schulte und die einzelnen Pattern heraushören konnte. So entstand beim Hören von Percussionbeats aus dem anfänglichen Trommelwirrwarr in meinem Kopf eine zuehmend strukturiertere Vorstellung der Rhythmen. Ich spürte, dass ich in der Percussion der Region Guineas über meine Begeisterung für HipHop hinaus eine Kombination aus Musik und kraftvoller Aktivität gefunden habe, bei der ich eine große Leidenschaft entwickelte."

Im Sommer 2000 nahm Nathan an seinem ersten Workshop bei Famoudou Konaté teil, was endgültig sein Schicksal als großer Liebhaber der traditionellen Rhythmen aus der Region Guineas besiegelte.

2000 und 2001 reiste Nathan Berg vor und nach seinem Zivildienst nach Kuba und nahm dort traditionellen afro-kubanischen Percussionunterricht (Conga, Bongo, Batá): "Auch hier fand ich viele Parallelen zu den Rhythmen, die ich bereits von Djembes und Basstrommeln kannte. Obwohl ich diese Afro-Kubanische Percussion sehr schätze, musste ich feststellen, dass mir das Spielen von Djembes, Basstrommeln und Krin wesentlich mehr Freude bereitete."

Ab 2001 studierte Nathan Berg in Trier Psychologie und beschäftigte sich neben dem Studium intensiv mit traditionellen Rhythmen aus der Region Guineas und später auch moderneren HipHop-lastigen Rhythmen. Er trat mit unterschiedlichen Gruppen in Trier wie der Jazzband "10°Kälter", dem elektronischen DubStep-Produzenten "Flextronic" und reinen Trommelgruppen in der Umgebung von Trier und Bonn regelmäßig auf. Nach wie vor bildete er sich deutschlandweit in Workshops für Rhythmen auf Djembes und Basstrommeln bei unterschiedlichen Lehrern fort (Dino Chinopoulos, Famoudou Konaté, Dairra und Billy Konaté)

2008 gründete Nathan Berg mit Piotr Cyngiel die Gruppe Deru Bey und arbeitete estmals mit einer professionellen Tänzerin (Nicole Baier) zusammen. Im Sommar 2008 gab Deru Bey in dieser Konstellation im Raum Trier-Koblenz viele Konzerte.

Nach Abgabe der Diplomarbeit im Fach kognitive Psychologie ("Das Memorieren motorischer Informationen") im Frühjahr 2009 war es endlich so weit: der langersehnte Aufenthalt in Guinea: "Ich wohnte in Conakry im Stadtteil Simbaya und verbrachte viel Zeit mit dort ansässigen Musikern und Tänzern. Ich nahm Percussion-Unterricht in Conakry bei Fodé Konaté, zog mit seiner Gruppe als Begleitstimmenspieler in der Gegend von einem Fest zum anderen, studierte die Sprache und Krin-Rhythmen und reiste zum Dorf Sangbarala (Hochguinea - Hamana) in das Epizentrum der Malinke-Rhythmen, der Ursprungsregion von Djembes und Basstrommeln."

Nach seiner Rückkehr aus Guinea zog Nathan Berg im Sommer 2009 nach Berlin, gründete dort die Trommelschule Beat-Etage neu und fand schnell Anschluss an Percussionisten westafrikansicher Stile.

Seit Anfang 2010 finden mit der jungen internationalen Percussiongruppe SésséPercussion in der Beat-Etage regelmäßig Proben statt (mehr dazu siehe auch unter "Auftritte"). Mit SésséPercussion ist es Nathan Berg ab 2011 nun erstmals gelungen, eine Band zusammenzustellen, die kreativ traditionelle Percussionrhythmen aus Guinea und Umgebung mit Klängen von Jazz-Funk-Saxophonen, HipHop-Drums, Rap und elektronischen Sprach- und Sound-Samples kombiniert und dabei einen ganz eigenen, modernen Sound entwickelt hat, der vielleicht am besten als AfroFunkPercussion bezeichnet werden kann. Darüber hinaus arbeitet die Band in enger Intaktion mit expressiven Tänzerinnen und Tänzern, die vor allem aus dem Breakdance-, aber auch dem Modern-, Westafro- und andereren Genres kommen, so dass die Gruppe nicht nur aus Musikern, sondern auch Tänzern besteht. Damit ist es Nathan Berg gelungen, sein langjähriges Etappenziel zu erreichen, ein breiteres und vor allem jüngeres Publikum als üblich für Percussion-Musik und die enge Interaktion mit Tanz zu begeistern und Menschen mit einer dynamsichen expressiven Liveshow mit Niveau in Partylaune zu versetzen.

Ziel ist es für die Zukunft, den Stil von SésséPercussion, die Kombination aus traditioneller Percussion auf Djembes und Basstrommeln, Jazz-Funk, HipHop und modernen Tänzen stetig weiter zu entwickeln und bei Liveacts die Grenzen zwischen Tanz-Session, Party, Konzert und Interaktion mit dem Publikum immer weiter aufweichen, so dass das Publikum bei Liveacts der Gruppe immer wieder überrascht wird, niveauvoll und aktiv feiern kann.

 

 

weitere Bilder und Videos unter facebook.com/beat-etage